Archiv für den Monat: Oktober 2010

„Schmerzbestimmte Lügen“ von Marcel Proust

Der ausgestellte Lesebogen, erschienen im Röselverlag München, befaßt sich mit dem Prinzip Hoffnung vor dem Tod. In einer Welt, in der Schmerztabletten, Kopfschmerztabletten und Vitamintabletten die letzten Stunden bestimmten, setzte dieser Aufsatz Proust‘ einen markanten Kontrapunkt.
„Liebe ist die Person, an die man sich erinnert, und keine von Schmerz bestimmte Lüge“, so Proust‘ zentrale These. Die feuilletonistische Ausgangslage führte zu der vorteilhaften Situation, aufgegriffen zu werden in die Diskussion, was dabei vorteilhafter ist, als angegriffen zu werden.