Archiv für den Monat: Februar 2003

Die Heinrich-Zille-Grundschule gab anläßlich des sich jährenden Gebäudejubiläums eine Jahrhundertrevue, die ihrem Namen alle Ehre machen sollte. Bereits im Treppenhaus wurde man von einer Elfe begrüßt, die einen mit Glitzersternchen überhäufte.
Am Eingang zur Aula legte sich eine Besucherin mit der Kartenabreißerin vom Sicherheitsdienst an, da sie ihren „Proviant“ nicht mit in den Saal nehmen durfte. Ihren Unmut darüber ließ die Frau lautstark an ihrer Begleitung in Ringelsocken aus. „Dafür verpasse ich GZSZ. Ich könnte zu Hause vor dem Fernseher sitzen. Was lasse ich mich von Dir immer mitschleppen? Das war das letzte mal. Das sag ich Dir. Was mache ich jetzt mit meinem Proviant?“
Ausgestattet mit einem schwarzen BVG-Basecap, einem pinken Jogginganzug, einer Haarfarbe in ähnlichem Farbton, einer gigantisch häßlichen Brille und Silberohrringen in der Größe von Abwasserrohrmanschetten saß die Fraukaugummikauend auf ihrem Platz und ließ sich die nächsten Minuten beleidigt über die Zustände aus. Nach drei Minuten wurde schließlich gefragt: „Wann fängt das denn an?“ Die Information, in fünf Minuten, sollte mit einer Raucherpause überbrückt werden, was jedoch die Securitytante vom Eingang wieder auf den Plan rief. Die verklickerte dem ohnehin schon aufgebrachten Gast, neben der Tatsache, daß sie in der Aula nicht Rauchen dürfe, daß sie während der Aufführung auch nicht auf die Toilette könne und das vorher zu erledigen habe…
Bei ihrer Rückkehr mußte die Dame im Jogginganzug schockiert feststellen, daß lustigerweise die Elfe aus dem Treppenhaus auf ihrem Platz saß. „Wat is‘ ’n jetzt los? Ick gloob, ick spinne. Was hat ’n die?“ Die Begleitung in den Ringelsocken meinte, daß sie soetwas doch nicht sagen könne, und die Elfe warf ihr nur einige Glitzersterne entgegen. „Wieso nich? Das sieht doch jeder hier, daß die ’n Rad ab hat.“ Darauf hin wurde ihr mit einigen Federn unter der Nase herumgewuschelt, was mit einem abfälligen  „Ich bin allergisch gegen Federn.“ bedacht wurde.
Neben mehreren dieser lustigen Episoden wahren die Kleinen aber der wahre Höhepunkt des Abends. Sie haben ein wirklich abwechslungsreiches und aufwendiges Programm auf die Beine gestellt, und wir waren u.a. begeisterte Zeugen der Mondlandung. Als schwarzes Theater inszeniert besonders für die Augen ein Erlebnis. Mädchen im Wachstumsschub, die Charleston tanzen, sind, wegen ihrer extrem langen und dürren Beine, lustig anzuschauen.
Bei der Applausordnung stelle sich übrigens heraus, daß die aufgebrachte Frau und ihre Ringelsockenbegleitung zur Inszenierung der Veranstaltung dazugehörten. Eine sehr lustige Idee.

„Hallo? Hallo?“

Der Lichtblick des heutigen Fernsehprogramms. Man glaubt gar nicht, wie lustig Rufe aus einer Sprechanlage sein können.
Jetzt, wo ich krank und mal auf die Glotze angewiesen bin, ist mir aufgefallen, daß da den Tag über nur Grütze läuft. Erschreckenderweise ist man gegen Abend über Dinge informiert, die man eigentlich gar nicht wissen will.

Bei „Wer wird Millionär“ haben die sich grad verwählt, als der Kandidat seinen Telephonjoker einlösen wollte. Sehr amüsant.

Yeah, das  Radio zahlt unsere Bewagrechnung. :-) Das ist sooo… toll!

Es gibt sogar schon die ersten Gratulationen: „Herzlichen Glückwunsch. Soviel Glück möcht ich auch mal haben. Gerad im Radio gehört. Witzig. Bis bald. LG Chris.“

Genau, Glück muß man haben.
Schlupp – neureich

Der stand grad in echt beim Einkaufen vor mir. Zwar ohne fliegenden Teppich, aber dafür mit dieser gigantischen Kopfbedeckung und Gratisschokolade. Zum Anbeißen.

Irgendwie kommt man auf dumme Ideen, wenn man Semesterferien hat. Heute war Gourmetshopping angesagt. Na, wir ham’s ja…

Das süße Leben lockte mit Pralinen und abwechslungsreichen handgeschöpften Schokoladenkreationen, wie Weißer Mohn mit Zimt, Hanf und Mocca, Fontinakäse, Pfefferschrot und Minzöl, Hirschbirne  u.v.m. Am Ende entschied ich mich für 70g Maroni.

Weiter ging’s in die Galerie Lafayette. In der Gourmetabteilung ließ ich mir eine Schachtel Fourrés Bretons Framboise (Die Ãœbersetzung der Zutaten auf der Rückseite ist lustig: schnüffelt Himbeere 25%, rekonstruierte konzentrierte Butter…), eine Flasche Jus de Pomme Cassis (avec Cassis Noir de Bourgogne et Pomme des Coteaux Lyonnais) sowie auf Empfehlung 1,5 Liter Volvic magique au goût géant fraise in diese schicke „Ich war teuer einkaufen-Papiertüte“ packen, mit der’s ganz stolz nach Hause ging.

Freitag, den 28. März 2003 ab 23 Uhr im Frösi @ Kino International

DJs: Maringo, Menace, Lola, Nina Queer, Stefffi Love, Chrizz T., Polla Disaster, M-Traxx, Biggy van Blond, Brenda

5,- € vor 7,- € nach Mitternacht (1,50 € von jedem Ticket gehen an die Deutsche AIDS-Hilfe)

Langsam wird’s peinlich. Mir fehlt nur noch der Sonntag. Wer kommt mit? ;-)

Nachtrag zum 29. Januar: Die offiziellen Bilder sind online. Die brillierten Mäntel (1 &  2) und der  Couchboy sind auch zu sehen. Den Hasi hatte ich ganz vergessen, zu erwähnen.