Archiv für den Monat: November 2002

Party de luxe

Ein sehr gelungener Abend mit einem einfallsreichen Konzept. Zwei DJ-Crews treten im 20minütigen Wechsel gegeneinander an, und die tanzfreudigen Besucher stimmen während des Abends über das Gewinnerteam ab, welches beim nächsten mal wiederkommen darf. Der Discogänger wird natürlich von den beiden Crews auf das fürsorglichste umgarnt, um ihm seinen Stimmzettel mit Hilfe von Freigetränken, leckeren Apfelringen und vielem mehr zu entlocken.
Nach mehreren Stunden Tanz, einem Caribian Colada, Long Island Icetea, Sex on the Beach, Planters Punch mehreren Rigo und einer halben Schachtel Apfelringen hat sich mit einem Endstand von 64 zu 82 diesen Abend Crew 3, bestehend aus Shakermouse Claudia, DJ thomAS und LJ Andy, gegen Crew 7 durchgesetzt.
Ach ja, irgendwer ist noch mit einem Gutschein für ein Essen zu zweit im Hilton nach Hause gegangen. Wieso und weshalb war mir am Ende nicht mehr ganz klar. *hicks*

In meinem schicken Humanbiopraktikum haben wir diese Woche mit der Einheit zur Osteologie begonnen. Schon merkwürdig, eine große Schachtel vor sich stehen zu haben, und anschließend die Aufgabe zu bekommen, daß darin liegende Skelett auf dem Tisch ordnungsgemäß zusammenzupuzzeln. Später bekamen wir die Aufgabe, Besonderheiten zu protokollieren und anhand von bestimmten Schädelmerkmalen das Geschlecht zu bestimmen. Wirklich sehr interessant das ganze. Die Skelette stammen übrigens von einer Ausgrabung um die Berliner Nikolaikirche und sind datiert auf die Zeit zwischen 1230 und 1500. „Kostbares und einmaliges Material“, wie meine Humanbioprofessorin Frau Holle Greil zu sagen pflegt.

Heute gibt es eine Geschichte von der Lucie und ihrem Fernsprechapparat. Eigentlich ist Lucienne stolze Besitzerin eines Telephonanschlusses mit einer leicht einprägsamen Rufnummer, allerdings hat die Sache einen kleinen Haken. Die Nummer lautet so ähnlich, wie die des S-Bahn-Kundentelephons. Zweitere Nummer ist auf jeder Plakatsäule, Infobroschüre und noch so erdenklichen Stellen tausendfach in der Stadt verteilt zu finden. Nun trägt es sich häufiger zu, daß die Leute bereits bei einem kleinen Zahlendreher mit ihrem Anliegen nicht bei einem Fräulein von der S-Bahn landen, sondern die Lucie an der Strippe haben. Aus diesem Grund bekommt der Schlupp regelmäßig lustige Geschichten erzählt, die von den merkwürdigsten Leuten, die da immer anrufen, berichten.

In Marzahn hat man damit begonnen, die ersten Plattenbauten abzureißen. Von diesen „Wohnhochhäuser“ existieren insgesamt zehn verschiedene Bauserien unterteilbar in sieben weitere Gruppen.
Ich könnte mir nie vorstellen, in so einem Betonsilo mit schuhschachtelgroßen Räumen zu leben, obwohl manche Wohngesellschaften momentan sogar mit einem Conciergeservice locken. Dieser gießt bei Abwesenheit die Blumen, bringt die frischen Frühstücksbrötchen oder nimmt Pakete für einen entgegen.  Da lobe ich mir doch unsere Haus- und Wohngemeinschaft in unserem gemütlichen Altbau. Hier gibt’s das auch alles.

Magnesiummangel kann eine sehr unangenehme Angelegenheit sein. Besonders, wenn man früh morgens von einem Wadenkrampf aus den lieblichsten Träumen gerissen wird. Kann ich nur froh sein, daß es nicht zu  Menstruationsbeschwerden oder gar vorzeitigen Wehen in der Schwangerschaft gekommen ist.

Heute gab es im Tagesspiegel einen fast mitleiderweckenden Artikel über die Sitzplätze der beiden PDS-Abgeordneten im  Deutschen Bundestag und andere Probleme und Unwägbarkeiten in ihrem parlamentarischen Alltag.
Sitzen tun sie am zugingen Ausgang, kurz vor einer Treppenstufe und durch einen „breiten Graben“ von der SPD-Fraktion getrennt. Seit Kurzem können die beiden Damen als provisorische (Wurde extra genehmigt!) Ablagefläche zwei Beistelltische nutzen, die sie allerdings bei Abstimmungen für die Aufstellung der Wahlurnen hergeben müssen.
Auf Grund der Geschäftsordnung des DBT erhalten die  beiden keinen Gruppenstatus und haben mit weiteren Unannehmlichkeiten zu kämpfen. Ohne z.B. einen parlamentarischen Geschäftsführer stellen zu können, haben sie keine Ahnung, wer wann spricht, und sie müssen bis zu neun Stunden am Tag im Plenarsaal anwesend sein, um nicht ihre Redezeiten zu verpassen. Der Aufenthalt wird zuweilen mit Picknickkorb, Stulle und Thermoskanne überdauert. Für zwei gewählte Volksvertreterinnen, die immerhin mehrere Tausend Wählerstimmen vertreten, finde ich das eine recht unwürdige Situation.
„Weil sie gleich neben den Treppen sitzen, mußten die beiden PDS-Frauen jüngst auch andere Aufgaben übernehmen, als Debatten zu lauschen. Sie zittern mittlerweile schon mit, wenn Damen auf Pfennigabsätzen die Treppe zum Bundestagsplenum hinunterbalancieren. Schon manchen Geschlechtsgenossinnen mußten sie nach einem Sturz beim Wiederaufstehen helfen. Eigentlich […] könnten sie bei der Bundestagsverwaltung jetzt auch gleich noch einen Erste-Hilfe-Kasten beantragen.“

So, endlich habe ich das mal schriftlich, denn mir will das nie jemand glauben. Autos fahren gewöhnlich langsamer, als ihr Tacho anzeigt. Die Abweichung kann zwischen 4-9 km/h betragen. Den genauen Wert tut man so feststellen:
Eine festgelegte Strecke (z.B. 1000 m) konstant mit einer Geschwindigkeit zurücklegen und dabei die Zeit stoppen. Mit dieser schicken Formel errechnet man anschließend die reale Geschwindigkeit:

Streckenlänge in Metern
—————————————– x 3,6 = Geschwindigkeit.
Zeit in Sekunden